Meinungen und Kommentare

Necla Kelek - 22.10.09 Thilo Sarrazin redet Tacheles

Warum türkische Gemüsehändler mit Sarrazin kein Problem haben

Von Necla Kelek
Die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek unterstützt die Kritik von Bundesbankvize Thilo Sarrazin an der verfehlten Ausländerintegration in Berlin. Migrantenverbänden, Politikern und „Gutmenschen“ wirft sie vor, die Augen vor den Problemen zu verschließen.

Thilo Sarrazin redet Tacheles. Er analysiert in einem Interview mit der Kulturzeitschrift „Lettre-International“ die Lage Berlins, benennt Filz, Korruption und Schlamperei, lobt und tadelt Migranten, fragt nach Ursachen und bietet eine Gesamtschau der Berliner Misere, die ich so noch von niemandem gelesen habe. Ich würde mir diesen klaren Blick auch von manchen verantwortlichen Politikern wünschen.

zum Artikel

 

Peter Sloterdijk - 20.10.2009

Sloterdijk wirft Sarrazin-Kritikern Opportunismus vor

Berlin - Der Philosoph Peter Sloterdijk wirft den Kritikern des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin (SPD) Opportunismus vor. "Man möchte meinen, die deutsche Meinungs-Besitzer-Szene habe sich in einen Käfig voller Feiglinge verwandelt, die gegen jede Abweichung von den Käfigstandards keifen und hetzen", sagte Sloterdijk dem Magazin "Cicero" (Novemberausgabe). Weil der Bundesbank-Vorstand so unvorsichtig gewesen sei, auf die "unleugbar vorhandene Integrationsscheu gewisser türkischer und arabischer Milieus in Berlin hinzuweisen", sei "die ganze Szene der deutschen Berufsempörer" auf die Barrikaden gegangen."Sobald einmal ein scharfes Wort aus einem anderen Narrenkäfig laut wird, bricht auf der Stelle eine abgekartete Gruppendynamik los", sagte Sloterdijk weiter.

zum Artikel

Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 10:08 Uhr)

 

Olaf Henkel - 14.10.2009

Rückendeckung für Sarrazin

Der ehemalige BDI-Chef Hans-Olaf Henkel unterstützt in einem offenen Brief den wegen seiner Äußerungen über Ausländer umstrittenen Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin. Die Kritik an Sarrazin sei ein „Armutszeugnis für den Zustand der Meinungsfreiheit“.

zum Artikel im Focus

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:46 Uhr)

 

Ernst Cramer - 13.10.2009

Kommentare: Sarrazin-Debatte zur Integrationspolitik - Hier irrt der Generalsekretär

Von Ernst Cramer

Dass sich der Zentralrat der Juden zu Wort meldet, wenn es in Deutschland um echte oder vermeintliche Feindlichkeit gegenüber divergenten Gruppen geht, ist verständlich und notwendig.Aber was der Generalsekretär des Zentralrats, der sonst so besonnene Stephan Kramer, zu den Äußerungen Thilo Sarrazins, des früheren Berliner Finanzsenators und heutigen Vorstandsmitglieds der Bundesbank, sagte, zeugt von erstaunlich wenig politischem Wissen und taktischem Feingefühl.Kramer nannte Bemerkungen von Sarrazin "volksverhetzend" und bescheinigte ihm eine geistige Nähe "zum Nationalsozialismus, zum Gedankengut von Hitler, Göring und Goebbels".

zum Kommentar

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:50 Uhr)

 

Phönix - 12.10.2009

Neuer Streit um Einwanderung - Integration oder Kapitulation?

Christoph Minhoff diskutiert mit Armin Laschet (CDU, NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration) und Henryk M. Broder (Publizist) zum Thema:

Ein fünfseitiges Interview des Bundesbank-Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin in der Zeitschrift "Lettre International" hat eine neue innenpolitische Debatte von ungeheurer Wucht entfacht: Plötzlich steht das Thema Integration wieder auf der Tagesordnung. Lange Zeit war es in den Hintergrund gerückt und immer nur kurzzeitig diskutiert worden, etwa wenn es Probleme mit ausländischen Straftätern gab. Doch dieses Mal hat die Diskussion eine andere Qualität: Sarrazin, ehemaliger Berliner Finanzsenator und SPD-Mitglied, hat in mehr als deutlichen Worten die Integrationspolitik kritisiert, sie als in Teilen gescheitert beurteilt - und vor allem zwei Einwanderergruppen, Türken und Araber, als teilweise nicht integrationswillig gebrandmarkt.

zum Artikel mit Video der Sendung

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:51 Uhr)

 

Michael Wolfsohn - 11. Oktober 2009

Kein Mega-Verbrecher

Wer Sarrazin mit Hitler vergleicht, hat nicht alle Tassen im Schrank.

Der „Fall Sarrazin“: Ich schäme mich – für meine Mit-Juden. Alle? Mitnichten. Für „den“ Zentralrat der Juden in Deutschland? Für dessen Generalsekretär, Stephan Kramer. Der verkündete: „Ich habe den Eindruck, dass Herr Sarrazin mit seinen Äußerungen, mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler wirklich eine große Ehre macht.“ 

Unabhängig von der Bewertung der jüngsten Bemerkungen Thilo Sarrazins fragt man sich: „Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank?“ Kennt ausgerechnet der Generalsekretär „der“ deutschen Juden nicht das Gedankengut jener Mega-Verbrecher, Hitler & Co? Will er einen bewährten Politiker der deutschen Demokratie, selbst wenn dieser sprachlich oder gedanklich ausgerutscht sein sollte, mit den Hauptakteuren des Holocaust gleichsetzen oder auch nur vergleichen? 

zum Kommentar

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:51 Uhr)

 

Henryk M. Broder - 10.10.2009

Kramer, springen Sie!

Mein Freund Stefan Kramer raucht nicht, kifft nicht, trinkt nur Mineralwasser und arbeitet jeden Tag etwa 16 Stunden. Trotzdem rastet er gelegentlich aus. Erst vor ein paar Tagen hat er Harald Schmidt aufgefordert, sich zu entschuldigen, weil dieser mit einem Scherz das Dritte Reich verharmlost haben soll. http://www.express.de/nachrichten/news/promis/harald-schmidt-soll-sich-entschuldigen_artikel_1251217179933.html Gestern hat er auf einer Pressekonferenz zusammen mit der “Türkischen Gemeinde” den Rücktritt von Thilo Sarrazin als Vorstand der Bundesbank verlangt - mit diesen Worten:  „Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist, er steht in geistiger Reihe mit den Herren.“ Worauf Agenturen und Zeitungen zu Recht titelten: “Zentralrat der Juden vergleicht Sarrazin mit Hitler.”

Zum Kommentar auf "Die Achse des Guten"

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:52 Uhr)

 

Die Welt am 09.10.2009 - 214 Kommentare

Sarrazin-Debatte: Aus dem Ruder

Thilo Sarrazins Kritikern geht es längst nicht mehr um seine Aussagen. Es wird nur noch persönlich verbal auf ihn eingeschlagen.

zu den Kommentaren

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:52 Uhr)

 

FAZ Berthold Kohler - 08.10.2009

Berthold Kohler schreibt über die Flut von Leserbriefen - "Alles kleine Nazis?"

Außerhalb des Korridors


Von Berthold Kohler

Thilo Sarrazin: Aus dem Käfig erlaubter Meinungen und Formulierungen ausgebrochen

08. Oktober 2009 Leserbriefe sind nicht die Frucht repräsentativer Befragungen. Doch zeigt der Posteingang einer Zeitung recht verlässlich an, ob ein Thema die Leser langweilt oder aufwühlt. Den Forderungen, das Bundesbank-Vorstandsmitglied Sarrazin müsse wegen seiner Äußerungen über die Ausländer in Berlin zurücktreten, ist zweifellos Letzteres gelungen. Aus den meisten der vielen Briefe, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung dazu erreichen, spricht Empörung - selten über Sarrazin, in großer Mehrheit aber über die Kritik an ihm. Der Tenor lautet: Da wird einer dafür gegeißelt und vielleicht sogar noch mit dem Verlust seines Amtes bestraft, dass

zum Kommentar

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:47 Uhr)

 

Heinz Buschkowsky - 08.10.2009

Die Aussagen sind der Realität nahe!

Obwohl er nicht alle Aussagen von Thilo Sarrazin teilt, käme der Ex-Senator der "Realität nahe", sagt Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky. Und auch einige Prominente wollen Sarrazin nicht gänzlich verurteilen - im Gegenteil. So äußerten sich Regisseur Schlöndorff und Publizist Broder dezidiert positiv zu der Debatte.

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin können mit seinen umstrittenen Äußerungen zur Migrationspolitik nach Ansicht des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky (SPD) weder Volksverhetzung noch Menschenfeindlichkeit unterstellt werden. Im analytischen Teil seiner Ausführungen zur Integrationspolitik komme er den Realitäten sehr nahe, sagte Buschkowsky der "Märkischen Oderzeitung“.

zum Artikel

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:48 Uhr)

 

PI-News 07.10. zu "Hart aber Fair" - 644 Kommentare

TV-Tipp: “Hart aber Fair” (21.45 Uhr) zu Sarrazin

Im Bemühen, die Klartext-Aussagen von Thilo Sarrazin als Vorurteil und Hetze gegen Türken darzustellen, beteiligt sich heute Abend (21.45 Uhr ARD) auch Frank Plasbergs Sendung “Hart aber Fair” an der Hexenjagd Aufarbeitung des Themas. Schon der Titel der Sendung gibt die Richtung vor: “Nach Sarrazins Türken-Schelte: Was ist noch Klartext, was ist schon Vorurteil?

Zum Beitrag

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:48 Uhr)

 

WDR "Hart aber Fair" vom 07.10.2009

87 % "Ja man darf so überspitzt formulieren"

Darf man so reden wie Thilo Sarrazin es tut? Er unterstellt türkischen Zuwanderern, sie wollen Deutschland erobern und produzieren ständig Kopftuchmädchen. Spricht der Bundesbanker und SPD-Politiker damit nur unbequeme Wahrheiten aus – oder spitzt er so zu, dass am Ende nur Missverständnisse und Vorurteile bleiben?

Video zur Sendung mit vielen Beiträgen

Link zur Sendung und zum Gästebuch

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:48 Uhr)

 

Ralph Giordano - 06.10.2009

Ralph Giordano „Sarrazin hat vollkommen recht“

Der wegen seiner Ausländer-Schelte umstrittene Bundesbanker Thilo Sarrazin erhält Unterstützung von Ralph Giordano. Der Schriftsteller hätte nicht dieselben Worte gewählt, pflichtet ihm in der Sache aber bei.

Dem Nachrichtensender N24 sagte Giordano: „Sarrazin hat mit dem, was er gesagt hat, vollkommen recht. Ich wiederhole es, er hat mit dem, was er gesagt hat, vollkommen recht.“ Wie er es gesagt habe, das wäre nicht die Schreibart des Schriftstellers. „Aber wie es aussieht in den Parallelgesellschafften, das hat er genau getroffen.“

zum Beitrag im Focus

Aktualisiert (Samstag, den 17. Oktober 2009 um 00:48 Uhr)