"Oberstaatsanwalt Roman Reusch ist kein Jasager"
Der Artikel zum Auftrittsverbot für den mutigen Staatsanwalt Roman Reusch dürfte den Nerv aller friedfertigen Berliner treffen: Die Justiz hat den Auftrag, die Bürger vor gewalttätigen Verbrechern zu schützen. Ein großer Teil der Richter schützt jedoch eher die Täter als die Opfer. Wenn man bedenkt, welche Pannen allein in Berlin 2007 unserem Rechtssystem unterlaufen sind, kann einem angst und bange werden. Wir zahlen unsere Steuern u. a. auch dafür, dass der Staat seine Bürger vor solchen Verbrechern schützt. Es kann nicht sein, wenn die Polizei solcher Verbrecher habhaft wird, dass die Richter "der Generation der Allesversteher und -verzeiher" (O-Ton Berlins Innensenator Körting) sie dann wieder laufen lassen.
weitere Kommentare
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 21:25 Uhr)
|
Mein Ärger... Reusch nach Hessen? Das haben wir nicht verdient
Das war doch klar: Kaum dass Justizsenatorin von der Aue (SPD) unseren besten Staatsanwalt, Roman Reusch, abgesägt hat, reißt man sich anderswo um ihn. Hessens Justizminister Jürgen Banzer (CDU) will Reusch in die länderübergreifende Expertengruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität berufen. Kein Wunder, dass er das will: Reusch hat die Abteilung 47 der Berliner Staatsanwaltschaft aufgebaut. Fünf Jahre kämpfte er dort gegen Berlins "Intensivtäter", jugendliche Schläger und Verbrecher, die sich von der Justiz kaum noch beeindrucken ließen. Reusch machte öffentlich, wie wenig Mittel der Rechtsstaat bisher gegen diese Intensivtäter aufbietet und forderte härtere und schnellere Strafen. Dafür bekam er Redeverbot, wurde in eine belanglose Abteilung versetzt. Wir fragten gestern bei Ihnen nach, Frau von der Aue. Wir fragten: Stimmen Sie zu, wenn Hessen unseren Staatsanwalt Reusch anfordert? Sie sagten indirekt Ja. Sie setzten im Fernsehen noch einen drauf und sagten, die Arbeit der Abteilung 47 unter Reusch sei "sehr erfolgreich" gewesen. Warum haben Sie ihn dann entmachtet, wenn er so erfolgreich war? Weil er Sie nach dem Beamtenrecht hätte fragen müssen, was er sagen darf? Das hat er nicht getan. Aber meine Güte noch mal, das sind doch kleine Probleme, gemessen an dem, worum es hier geht. Groß nämlich ist das Problem der Gewalt in unserer Stadt. Groß ist das Problem, dass wir hier die jugendlichen Verbrecher nicht mehr unter Kontrolle haben. Immer größer wird die Angst der Berliner, Opfer der Gewalt zu werden. Es gibt nicht viele Staatsanwälte vom Format eines Roman Reusch. Was geht da jetzt an Fachwissen verloren. Wie viel Kompetenz wird jetzt an Hessen abgegeben! Berlin hat eine große Runde im Kampf gegen die Kriminalität verloren. Und Sie sind für diese sinnlose Niederlage verantwortlich, Frau Justizsenatorin.
Quelle BZ - Mein Ärger
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 21:25 Uhr)
Gestörte Wahrnehmung?
Von Regina Mönch
Über Kreuz mit Reusch: Justizsenatorin von der Aue
Wer behauptet, der Berliner Oberstaatsanwalt Reusch - Leiter einer speziellen Anklagebehörde für junge Kriminelle mit intensiver Karriere - sei versetzt worden, irrt. Er sei nämlich so wenig „versetzt“ wie schon vor einem Jahr, sagt die Justizpressestelle im Kriminalgericht Moabit. Nun haben aber alle Berliner Zeitungen, die erst recherchieren und dann kommentieren, das Gegenteil längst vermeldet: Roman Reusch soll versetzt werden, auch der Generalstaatsanwalt hatte das unlängst im Rechtsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses angekündigt.
Der Ermittler ist bekanntlich recht erfolgreich und wird nicht nur in Juristenkreisen geschätzt. Doch er ist auch über Kreuz mit der Justizsenatorin (Ein Staatsanwalt darf nicht über Jugendkriminalität reden) Gisela von der Aue, einer ehrgeizigen Sozialdemokratin. Dieses Zerwürfnis existiert schon länger als ein Jahr, und es ist in der Stadt ein offenes Geheimnis, dass der Politikerin die gesamte Linie der Intensivtäterabteilung nicht passt. Dass der Leiter derselben seine Arbeit auch noch bei öffentlichen Diskussionen oder gar in Zeitungen selbst vertrat, hat immer wieder für Verdruss gesorgt. Zumal die Senatorin in der gleichen Zeit alle paar Wochen für einen neuen Skandal verantwortlich gemacht wurde - zuletzt für aberwitzige Zustände in der überfüllten Jugendhaftanstalt Berlin-Plötzensee.
Quelle FAZ
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 21:24 Uhr)
Blinde Kuh spielen
Von Andrea Seibel
Kommentare: Migrantengewalt: Staatsanwalt vor der Versetzung
Hört man die jüngsten Äußerungen zum Berliner Oberstaatsanwalt Roman Reusch, versteht man die Welt nicht mehr. Dem Überbringer einer schlechten Nachricht soll es an den Kragen gehen. Der Mann, der seit fünf Jahren eine Abteilung leitet, die sich ausschließlich mit der Verfolgung jugendlicher und heranwachsender Intensivtäter befasst, einem Vorzeigeprojekt der Berliner Justiz, wird von Juristenkollegen als "geistiger Brandstifter" bezeichnet, weil er Ressentiments gegen Ausländer schüre. Man kennt die sozialpädagogische Leier. Justizsenatorin Gisela von der Aue arbeitet an seiner Ablösung. Was ist geschehen?
weiter zum Kommentar
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 21:23 Uhr)
Rechthaber? Nein, sie haben recht: Roman Reusch
Es war einmal ein Staatsanwalt, der baute in Berlin eine Extra-Abteilung zur Kontrolle und Bekämpfung von Intensivtätern auf, davon gibt es in Berlin knapp 500. Roman Reusch, Beamter des rot-roten Senates, beging den "Fehler", öffentlich über Jugendkriminalität zu reden. Es seien oft arabische hochkriminelle Großfamilien, um die es sich handele. Und dann sprach er auch noch bei der CSU! Da konnte die SPD-Justizsenatorin nicht mehr an sich halten. Der Mann musste diszipliniert werden. Beamtenrechtlich mag das in Ordnung sein. Der Eindruck bleibt: Prekäre Informationen sollen die Öffentlichkeit nicht "beunruhigen". Besser, sie weiß nicht Bescheid. Reusch wird künftig Beschwerden gegen Gerichtsurteile entgegennehmen.
Quelle Die Welt
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 21:26 Uhr)
ENDLICH WERDEN WAHRHEITEN NICHT MEHR VÖLLIG UNTERDRÜCKT!!!
viele Beiträge und Sammlungen zum Fall Roman Reusch und mehr...
weiter
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 21:23 Uhr)
|
|